\n„Wir begeben uns in ein Szenario, in dem ein Hurrikan in Deutschland gew\u00fctet hat, die Strom- und Wasserversorgung eingebrochen ist und bewaffnete Banden durchs Land ziehen.“<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n<\/div><\/div>\n <\/div> \n<\/div>\n\n\n\nWir begeben uns in ein Szenario,…<\/h2>\n\n\n\n in dem ein Hurrikan in Deutschland gew\u00fctet hat, die Strom- und Wasserversorgung eingebrochen ist und bewaffnete Banden durchs Land ziehen. Und wir, wir sind, wie auch im echten Leben, eine bunt zusammengew\u00fcrfelte Gruppe Fremde, die sich organisieren m\u00fcssen, um zu \u00fcberleben. Zus\u00e4tzlich d\u00fcrfen wir uns als Gruppe f\u00fcr eine Schwierigkeitsstufe entscheiden. Wir w\u00e4hlen die mittlere Stufe und d\u00fcrfen neben Schlafsack, Wechselkleidung und Stirnlampe noch genau f\u00fcnf Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde mitnehmen. Dabei ist der leere Rucksack schon einer. Ich verabschiede mich von meiner aufblasbaren Isomatte und schnalle die simple Faltmatte an meinen Rucksack. Los geht’s!<\/p>\n\n\n\n
1 Orientierung und Navigation<\/h2>\n\n\n\n Wir wandern durch die herbstliche Heidelandschaft mit Karte und Kompass. Unsere ernannte Gruppenf\u00fchrerin erh\u00e4lt eine Nachricht per Funkger\u00e4t: Das Deutsche Rote Kreuz hat ein Care Paket f\u00fcr uns per Drohne abgeworfen. Sie geben uns die Koordinaten durch und Trainerin Jackie zeigt uns verschiedene M\u00f6glichkeiten, um zum Ziel zu kommen. Neben der klassischen Kompass-Variante gibt es auch die Option, den Stand der Sonne und eine simple Armbanduhr zu nutzen. Schnell haben wir die Route festgemacht und navigieren durchs Gel\u00e4nde. Neben Gruppenf\u00fchrerin und Stellvertreterin ernennen wir auch ein Erste-Hilfe-Team, welches je am Beginn und Ende der Gruppe l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n
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Am Treffpunkt angekommen, navigieren wir durch den Wald und finden sie \u2013 eine kleine Box mit Proviant! Wir verspeisen die Riegel sofort, sind Leo und ich, wie auch andere, dank einer langen Anreise bereits jetzt schon v\u00f6llig ausgehungert!<\/p>\n\n\n\n
2 Ein Sprung ins kalte Wasser!<\/h2>\n\n\n\n Auf einmal eine Meldung per Funk: bewaffnete Banden sind auf dem Weg zu uns und wir haben nur 15 Minuten Zeit, um uns aus dem Staub zu machen, zu entkommen! Mit unseren gro\u00dfen Rucks\u00e4cken bepackt rennen wir auf schmalen Pfaden durch den Wald und zu den n\u00e4chsten durchgegebenen Koordinaten. Doch \u2013 Oh Schreck! \u2013 vor uns erstreckt sich ein See und das gegen\u00fcber gelegene Ufer mit sicherem Steig ist etwa 150m entfernt. <\/p>\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\nIch denke noch immer, dass wir hier sicher nur getestet werden, stehe aber keine zwei Minuten sp\u00e4ter halbnackt im Wasser \u2013 mein Rucksack mit Schuhen, Kleidung und Schlafsack in ein Tarp gewickelt und zugeschn\u00fcrt. Der See f\u00fchlt sich Ende Oktober eiskalt an und laut jauchzend schwimmt unsere gesamte Gruppe ans andere Ufer.<\/p>\n\n\n\n
3 Base Camp, Feuerholz und der gro\u00dfe Hunger<\/h2>\n\n\n\n Nachdem wir den gef\u00e4hrlichen Banden entkommen sind, bekommen wir die n\u00e4chste Nachricht vom Roten Kreuz. Heute wird uns kein Rettungsteam mehr erreichen. Statt der vermeintlichen Rettung, sollen wir ein Camp errichten und bis zum n\u00e4chsten Tag ausharren.<\/p>\n\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n <\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\nNach einer kleinen Wanderung erreichen wir eine Waldlichtung. Marie und Jackie bilden jetzt Teams und wir sammeln und hacken Holz, machen ein Feuer, errichten ein Vierbein, an dem wir einen gro\u00dfen Wasserkessel \u00fcbers Feuer h\u00e4ngen, holen Wasser am Bach und sammeln Wildkr\u00e4uter f\u00fcr einen w\u00e4rmenden Tee. Aus Holz und verschiedenen gro\u00dfen Tarps errichten wir eine Outdoor-K\u00fcche mit wetterfester Verstaum\u00f6glichkeit f\u00fcr unser Equipment, ein Gruppen-Shelter f\u00fcr die Nacht und \u2013 etwas weiter entfernt \u2013 eine Latrine. Wir lernen verschiedene Knoten und sammeln fortw\u00e4hrend Holz, welches wir am Feuer trocknen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n
Auch wenn es unglaublich viel Spa\u00df macht und das Feuer uns gut durchw\u00e4rmt, schwindet unsere Energie immer schneller und wir f\u00fchlen uns wie ausgehungert. Auch das ist Teil des Rollenspiels, denn wir m\u00fcssen lernen, wo in einer Extremsituation unsere Priorit\u00e4ten liegen \u2013 hungrig \u00fcberleben wir l\u00e4nger als frierend. Trotzdem verschlingen wir f\u00f6rmlich die reichhaltige Suppe, die wir gegen 21 Uhr endlich fertig gekocht hatten. Noch nie hatten wir gef\u00fchlt so etwas K\u00f6stliches gegessen!<\/p>\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n4 Waldbaden und Nachtwache<\/h2>\n\n\n\n Im Schein unserer Kopflampen sitzen wir gemeinsam am knisternden Feuer \u2013 was f\u00fcr ein Tag! Doch bevor dieser zu Ende geht, darf sich jede Teilnehmerin ein stilles Pl\u00e4tzchen im tiefdunklen Wald suchen und die Stille genie\u00dfen. Was f\u00fcr einige beruhigend ist, fordert andere nochmal mental richtig heraus. Dunkelheit und Stille allein im Wald auszuhalten, ist nicht ganz ohne. Doch die Sterne und der Mond erhellen den Himmel und tiefes Vertrauen macht sich breit.<\/p>\n\n\n
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Nat\u00fcrlich geht es jetzt nicht einfach so in den Schlafsack. Banden k\u00f6nnten das Camp \u00fcberfallen, wir m\u00fcssen Nachtwache halten. Die Mission: Das Feuer darf auf keinen Fall erl\u00f6schen. Leo und ich \u00fcbernehmen die ersten 2,5h, sitzen schnitzend und fl\u00fcsternd bis 1 Uhr morgens am Feuer.<\/p>\n\n\n\n
5 Feuer machen, Wasser filtern, Shelter bauen<\/h2>\n\n\n\n Wir haben es geschafft und unser Base Camp erfolgreich gegen Banden gesch\u00fctzt und das Feuer lodert auch um 7 Uhr morgens noch! Tag 2 des Survival Camp f\u00fcr Frauen beginnt mit Kaffee, Tee und Stockbrot. Dazu lernen wir die Kunst des Hefeteig-Knetens in einem „Knet-Loch“. Dazu graben wir ein kleines Loch, bedecken es mit einer Rettungsdecke und vermischen darin Mehl und warmes Hefe-Wasser. Klappt wunderbar! In den Teig dr\u00fccken wir N\u00fcsse und getrocknete Pflaumen \u2013 ein absoluter Game-Changer!<\/p>\n\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n <\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\nWir verbringen den Tag auf der Waldlichtung am Camp und probieren verschiedene Zunder-Arten aus, bauen eigene Wasserfilter und verschiedene Shelter-Arten aus einem 3x3m Tarp. Beim Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs ziehe ich Leo \u00fcber den Waldboden und „in Sicherheit“, suche mit ihr nach nat\u00fcrlichen Materialien f\u00fcr einen Druckverband. Wir schie\u00dfen mit Pfeil und Bogen auf Zielscheiben, lernen Bushcraft-Basics und genie\u00dfen die gemeinsame Zeit drau\u00dfen in vollen Z\u00fcgen. <\/p>\n\n\n
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Dieses Equipment kann im Extremfall euer Leben retten:<\/span>SURVIVAL MUST HAVES ENTDECKEN<\/span> \n
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\n\u2013 Bushcraft Messer<\/li>\n\n\n\n \u2013 Zunderbox mit Feuerstahl<\/li>\n\n\n\n \u2013 Paracord<\/li>\n\n\n\n \u2013 3x3m Tarp<\/li>\n\n\n\n \u2013 Erste-Hilfe-Set (mit Rettungsdecke) Anschlie\u00dfend kann mit Schlafsack, Isomatte, Wasserfilter, H\u00e4ngematte, Kochbeh\u00e4lter etc. erweitert werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n<\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n6 Fazit \u2013 Survival Camp f\u00fcr Frauen<\/h2>\n\n\n\n Nach \u00fcber 24h mit unserer kleinen Gruppe in der Natur sind wir erf\u00fcllt von Ruhe und Gl\u00fccksgef\u00fchlen, riechen nach rauchigem Lagerfeuer und haben allesamt ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. W\u00fcrden wir hier noch eine weitere Nacht verbringen? Auf jeden Fall!<\/p>\n\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n <\/figure>\n\n\n\n <\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\nDanke an unsere wunderbar wilde Gruppe und besonders an unsere Survival Trainerinnen Jackie und Marie. Sie haben einen unglaublich tollen Safe Space geschaffen und uns mit ihrem Wissen noch hungriger auf Outdoor-Erlebnisse dieser Art gemacht. <\/p>\n\n\n\n
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danke!<\/p>\n\n<\/div>\n <\/div> \n
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Unsere Guides Jackie und Marie.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
W\u00e4rt ihr in den kalten See gesprungen und w\u00fcrdet ihr eine Nacht ohne Zelt im Wald verbringen? Schreibt es in die Kommentare!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
Navigieren ohne Handy-App, Feuer machen ohne Feuerzeug und Grillanz\u00fcnder, in der Natur \u00fcbernachten ohne Zelt? W\u00fcrdet ihr euch trauen, ein Wochenende auf den Komfort der Zivilisation zu verzichten und euch auf ein Survival-Rollenspiel einzulassen, welches euch Outdoor-F\u00e4higkeiten beibringt und euch abenteuerhungrig und f\u00fcr Extremsituationen gewappnet zur\u00fcckl\u00e4sst? Wir haben uns getraut und waren beim ersten Survival […]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":70587,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[95],"tags":[841,843,842,839,844,845],"tfe-label":[683],"acf":[],"yoast_head":"\n
Survival Camp f\u00fcr Frauen - THE FEMALE EXPLORER<\/title>\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n\t \n\t \n\t \n \n \n \n\t \n\t \n\t \n