{"id":66364,"date":"2023-06-01T17:20:29","date_gmt":"2023-06-01T15:20:29","guid":{"rendered":"https:\/\/thefemaleexplorer.de\/?p=66364"},"modified":"2023-06-01T17:20:31","modified_gmt":"2023-06-01T15:20:31","slug":"7-backcountry-touren-in-den-rockies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thefemaleexplorer.de\/blog\/7-backcountry-touren-in-den-rockies\/","title":{"rendered":"7 Backcountry-Touren in den kanadischen Rockies f\u00fcr Einsteiger:innen"},"content":{"rendered":"\n

Als Reiseleiterin und Autorin nahm ich mir f\u00fcr ein neues Buchprojekt vor, mindestens 55 Touren in den kanadischen Rocky Mountains zu wandern \u2500 gemeinsam mit meiner damals 13-j\u00e4hrigen Tochter. Wir begannen mit einfachen Tagestouren, die sich mit der Zeit immer weiter ins Hinterland erstreckten, und wagten uns nach einiger Zeit auch an Backcountry-Touren durch die Rockies.<\/p>\n\n\n\n

Anfangs unternahmen wir kurze Touren in N\u00e4he ausgebauter Infrastruktur \u2500 die Gewissheit, schnell wieder in der Zivilisation sein oder Hilfe holen zu k\u00f6nnen, bot uns seelische Sicherheit. Immerhin streunen in dieser Gegend auch W\u00f6lfe, Pumas, Schwarzb\u00e4ren und Grizzlys umher! Je \u00f6fter wir drau\u00dfen im Zelt schliefen, umso mehr gew\u00f6hnten wir uns aber an die Abgeschiedenheit und verliebten uns in den sanften Rhythmus l\u00e4ngerer Mehrtagestouren \u2500 Wandern, Essen, Schlafen.<\/p>\n\n\n\n

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Verena und ihre Tochter im kanadischen Gipfelgl\u00fcck<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

1Aylmer Lookout<\/h2>\n\n\n\n

Banff-Nationalpark<\/h3>\n\n\n\n

F\u00fcr den Einstieg bei Sommerbeginn ist der Seeweg entlang des Lake Minnewanka<\/strong><\/a> empfehlenswert, direkt vor der Haust\u00fcr des quirligen St\u00e4dtchens Banff<\/strong>. Eigentlich eine Tagestour zum Aylmer Lookout<\/strong> mit fantastischem Blick auf den See, kann man hier die erste Backcountry-\u00dcbernachtung testen. Nur etwa zwei Stunden vom Trailhead entfernt liegt der ruhige Zeltplatz im Espenhain direkt am See. Sobald die Beerensaison beginnt, sollte man sich aber andere Ziele suchen, da die unz\u00e4hligen Beerenb\u00fcsche energiedurstige B\u00e4ren anziehen und dann der Platz gesperrt wird.<\/p>\n\n\n

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2Bertha Lake<\/h2>\n\n\n\n

Waterton-Lakes-Nationalpark<\/h3>\n\n\n\n

Wer im S\u00fcden an der Grenze zu den USA unterwegs ist, sollte auf gar keinen Fall den schnuckeligen und vielf\u00e4ltigen Waterton-Lakes-Nationalpark<\/strong><\/a> verpassen. Direkt zwischen felsigem Hochgebirge und der schier endlosen Pr\u00e4rie gelegen, ergeben sich hier zahlreiche Wandertouren mit jeweils v\u00f6llig anderem Charakter. Pinkfarbenes Gestein, felsige Abbruchkanten, Blumenparadiese und t\u00fcrkisblaue Seen pr\u00e4gen den Park. Unweit des kleinen St\u00e4dtchens Waterton Park<\/strong> f\u00fchrt direkt vom gro\u00dfen Zeltplatz eine Halbtagestour hinauf zum Bertha Lake<\/strong>. Am Rande einer Kesselsteilwand gelegen, schmiegt sich der See an die Bergflanken. In der N\u00e4he des Karr-Randes befindet sich ein kleiner Backcountry-Zeltplatz, der binnen zwei Stunden zu erreichen ist. Perfekt f\u00fcr eine erste Hinterlands\u00fcbernachtung!<\/p>\n\n\n

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Pinkfarbenes Gestein, felsige Abbruchkanten, Blumenparadiese und t\u00fcrkisblaue Seen…<\/p>\n\n<\/div>\n <\/div> \n

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3Eva Lake<\/h2>\n\n\n\n

Mount-Revelstoke-Nationalpark<\/h3>\n\n\n\n

Auf dem Weg zwischen Calgary<\/strong> und Vancouver<\/strong> erwartet das historische Eisenbahnst\u00e4dtchen Revelstoke<\/strong><\/a> seine G\u00e4ste. Direkt am gro\u00dfen Fluss des Westens gelegen, dem Columbia River<\/strong>, bietet der Wintersportort eine willkommene Pause auf der langen Reise und im Sommer die optimale M\u00f6glichkeit, eine Nacht mitten in den rauen Bergen zu verbringen. Die Selkirk Range <\/strong>wurde wegen seiner massiven Schneelawinen fr\u00fcher von Eisenbahnern gef\u00fcrchteten. Von der Stadt f\u00e4hrt man zum Parkplatz Balsam Lake<\/strong> hinauf und wandert \u00fcber subalpine Wiesen, durch ein Lupinenmeer, an einem kleinen Wasserfall vorbei und \u00fcber einen Ger\u00f6llhang mit guten Aussichten zum idyllischen Eva Lake<\/strong>. Den Trubel der Stadt und die Anstrengungen der weiten Reise l\u00e4sst man so ganz gelassen hinter sich.<\/p>\n\n\n\n

4Kinney Lake<\/h2>\n\n\n\n

Mount Robson Province Park<\/h3>\n\n\n\n

F\u00fchrt die Route von Nordwesten \u00fcber Kamloops<\/strong> und Clearwater<\/strong> in die kanadischen Rockies, f\u00e4hrt man unweigerlich am Monarchen vorbei: Der 3.954 Meter hohe Mount Robson<\/strong><\/a> ist der h\u00f6chste Berg der kanadischen Rocky Mountains und tr\u00e4gt meist seine ganz pers\u00f6nliche Wolkenkrone. Und genau hier f\u00fchrt eine Mehrtagestour hoch hinauf zum Berg Lake<\/strong> (drei Tage gesamt) und sogar noch weiter \u00fcber den North Boundary Trail<\/strong> (ca. acht Tage). F\u00fcr den Anfang eignet sich hervorragend der Zeltplatz auf der n\u00f6rdlichen Seite des Kinney Lake<\/strong>. Viele Tagesspazierg\u00e4nger:innen gehen meist nur zum S\u00fcdende. So schnuppert man die Luft des Fernwanderns im Hinterland und kommt ins Gespr\u00e4ch mit vielen Backpacker:innen. Es gibt ein Visitor Center am Fu\u00dfe des Berges, dessen Team im Notfall helfen kann. Die n\u00e4chste Stadt Jasper<\/strong> liegt ca. 85 Kilometer \u00f6stlich.<\/p>\n\n\n

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5Saturday Night Lake Loop<\/h2>\n\n\n\n

Jasper-Nationalpark<\/h3>\n\n\n\n

Der gesamte Trail<\/a> ist etwa 27 km lang, also in einem langen Tag in ca. neun Stunden machbar. Doch daraus ergibt sich die Chance, die erste Backcountry-Wanderung zu unternehmen, direkt vor den Toren der Stadt Jasper<\/strong>. Die Route f\u00fchrt nicht prompt steil hinauf, sondern gleicht eher einer sanften Achterbahn im Wald, die sich langsam und in stetigem Auf und Ab nach oben schraubt. Die Wald- und Seenlandschaft im Tal des Athabasca-River<\/strong> ist zugleich Heimat von Schwarzbeeren und M\u00fccken, mit denen man sich zu bestimmten Jahreszeiten die Szenerie nahe der Zivilisation teilt.<\/p>\n\n\n

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Einziges Risiko: Sehnsucht nach mehr. Nach mehr Backcountry-Touren, nach mehr Wildnis, nach mehr Drau\u00dfensein.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n<\/div><\/div>\n <\/div> \n<\/div>\n\n\n\n

6Floe Lake<\/h2>\n\n\n\n

Kootenay-Nationalpark<\/h3>\n\n\n\n

Umwerfend sch\u00f6n ist die Lage des Zeltplatzes am Floe Lake<\/strong>. Auf halber Strecke zwischen Lake Louise<\/strong> und Radium Hot Springs<\/strong> verl\u00e4uft die mehrt\u00e4gige Tour der Rockwall<\/strong><\/a>. Zum Start empfiehlt sich die knapp vierst\u00fcndige Wanderung zur Seen-Perle unterhalb des Floe Peak<\/strong>, auf der man am Berghang entlang durch verbrannten Wald wandert \u2013 mit guter Aussicht. Wer noch Energiereserven \u00fcbrig hat, sollte unbedingt die 300 H\u00f6henmeter f\u00fcr einen Blick vom Numa-Pass<\/strong> hinab auf den See in Kauf nehmen.<\/p>\n\n\n\n

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