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Dieser Beitrag enthält unbezahlte Produkterwähnungen oder Verlinkungen zu Unternehmensseiten und/oder Shop. Die Auswahl hat der:die Autor:in unabhängig getroffen.
Outdoorshorts Shape Test – Regular Fit vs. A-Linie
Um es vorweg zu nehmen: jede Person darf sowieso und überhaupt tragen und anziehen, was sie:er möchte. Das Thema Passform begegnet uns jedoch immer wieder und von unserer Female Explorer Community hören wir den lauten Wunsch nach Outdoor-Bekleidung, die für diversere Bodytypes gemacht ist – nicht nur für einen athletischen. Denn in den Bergen, auf dem Campingplatz, an der Kletterwand, im Kajak und auf dem Wanderweg sind alle Körperformen unterwegs und diese wollen funktionstüchtige Outdoor-Gear mit allen Features und Benefits! Also haben drei Frauen mit unterschiedlichen Größen und Vorlieben zwei Hosen mit verschiedenen Schnitten getestet. Hier kommen unsere Ergebnisse.
Unser erster Shape Test schaut sich zwei kurze Outdoorhosen an. Natürlich haben wir vorher einige gemeinsame Kriterien festgelegt. Wir wünschen uns ein ultraleichtes Material, welches nicht unschön knittert, weich fällt und trotzdem atmungsaktiv und robust genug ist, um nicht am ersten Fels aufzureißen. Außerdem wollen wir ultimative Bewegungsfreiheit, eine schmeichelnde, längere Passform und eine größere Farbauswahl als die Klassiker beige, oliv, schwarz und dunkelblau. Wenn man dann noch nicht jeden Schweißfleck über Stunden sieht und der sommerliche Regenschauer schnell wieder verdunstet ist, kommen wir schon fast ins Geschäft.
Regular Fit: Daybreak Shorts von Houdini

Material und Nachhaltigkeit
100% Polyester, davon 38% recycelt
Ripstop für besondere Reißfestigkeit
Gewicht: 177 g/sqm
DWR-Behandlung: PFAS-frei
atmungsaktiv
windresistent
vollständig zirkulär produziert
Bluesign® zertifiziert
recyclebar
hergestellt in Taiwan

Mit einer schmalen Taille und muskulösen Oberschenkeln habe ich immer das Problem, dass Shorts oben zu weit sind und unten am Oberschenkel zu eng. Ich fühle mich mit mehr Beinfreiheit wohler, da das Material sonst einengt und scheuert.
Leo
Passform
gerader Schnitt
Mid-Waist
Gürtelschlaufen
zwei Reißverschluss-Taschen vorn
eine versteckte extra Innentasche
eine offene Tasche am Po
fällt eher groß aus



MEINUNG
Die Daybreak Shorts hat uns mit ihrem Komfort überrascht! Absolute Bewegungsfreiheit für einen aktiven Sommer draußen. Die vorderen Taschen sitzen etwas weiter unten, was zuerst ungewohnt ist, jedoch (wenn gefüllt) extrem praktisch beim Hocken und Steigen ist, wenn man zum Beispiel das Handy darin verstaut hat. Das reißfeste Material fühlt sich Abenteuer-safe an und es gibt kein schlechtes Gewissen beim Sitzen auf scharfen Felsen oder alten Holzbänken.
Allein die Passform hat uns nicht so richtig überzeugt, da bei breiten Hüften, Po und Schenkeln eben genau diese betont werden oder muskulöse Oberschenkel hier an die Grenzen der Shorts kommen und somit der Stoff nach der Hocke gern mal oben hängen bleibt und nicht von allein wieder nach unten rutscht.
Die mittlere Bundhöhe ist Squad-safe und erlaubt keine unerwünschten Blicke auf die Unterwäsche. Sie kann zusätzlich durch einen Gürtel reguliert werden.
SHOP: Houdini W’s Daybreak Shorts, ab 130€, via houdinisportswear.com
A-Line Fit: High Coast Shade Shorts von Fjällräven

Material und Nachhaltigkeit
100% Polyester, davon 70% recycelt
Gewicht: 176 g
atmungsaktiv
schnelltrocknend
sehr stretchy
produziert ohne PFC-Einsatz
mehr Infos zur Brand-Nachhaltigkeit: fjallraven.com

Den Gummizug-Bund finde ich stark, da sie das Tragen echt entspannt macht und kein Zwicken am Bauch bewirkt. Das Material ist super elastisch und leicht – genau das, was ich an heißen Tagen beim Wandern brauche! Schön wäre eine Tasche ohne Reißverschluss und ein paar farbige Abhebungen.
Steffka
Passform
A-Linien Schnitt
High-Waist
zwei Reißverschluss-Taschen vorn
zwei Taschen mit Druckknopf am Po
Stretch-Bund mit zwei Druckknöpfen vorn
fällt eher groß aus



MEINUNG
Silhoutten-schmeichelnd und ultraleicht! Die High Coast Shade Shorts hat uns besonders in der Passform überzeugt. Der ausgestellte Schnitt gibt kräftigen und muskulösen Oberschenkeln genug Platz für jegliche Aktivitäten und der hohe Bund ein sicheres Gefühl beim Kraxeln und Hocken.
Das Material wirkt langlebig, aber auch sehr dünn, weshalb es für technische Trails eher nicht die richtige Wahl ist. Zudem wären dann weitere Taschen von Vorteil. Den Schweißtest hat die Shorts jedoch bestanden und nach einer langen Sommertour war der untere Rücken unter dem Rucksack zwar feucht, jedoch ohne sichtbare Nässeflecken.
SHOP: Fjällräven High Coast Shade Shorts W, ab 139,95€, via fjallraven.com

Wer, wie ich, im Sommer gern mal nur im Sport-Bustier aktiv ist, hat mit dieser Shorts eine gute Kombinationsmöglichkeit gefunden, ohne sich um den „lachenden Bauchnabel“ kümmern zu müssen oder sich wegen eines Blähbauchs unwohl zu fühlen.
Sarah
FAZIT – Outdoorshorts Shape Test
Bei der Passform war die A-Linie von Fjällräven die klare Siegerin. Wir haben uns wohler gefühlt, die Kombinationsmöglichkeiten waren vielseitiger und der Komfort hoch. Für eine technische Wanderung oder Kletterausflug würde sich jedoch die gerade geschnitte Houdini Shorts besser eignen. Durch das robuste Material und kleinen Features wie nach unten versetzte Taschen und Gürtelschlaufen, bietet sie für anspruchsvolle Aktivitäten mehr Support und Langlebigkeit.
Bei den Merkmalen Gewicht, Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit konnten beide Outdoorshorts überzeugen. Eine Variante mit Allover-Print oder farblich abgesetzten Details würde zwei von drei Testerinnen glücklich machen.
Welchen Schnitt würdet ihr bevorzugen? Gerade oder ausgestellt und Mid- oder Highwaist? Schreibt es uns in die Kommentare!
Danke für diesen tollen Testbericht! Ich bin tatsächlich erst vor wenigen Wochen bei der -erfolglosen- Suche nach einer Wanderhose verzweifelt: Es scheint einfach keine Hose für Menschen mit schmaler Taille, großem Po und dicken Oberschenkeln zu geben. Ich freue mich sehr auf Teil II!