Badlands – Bikepacking durch die Wüste Andalusiens


Leonore HerzogText / Fotos

Advertorial

Dies ist ein bezahlter, redaktioneller Beitrag.

Die Badlands in Andalusien, Spanien, sind in Radfahrkreisen ein Begriff – nicht irgendeiner, sondern der Inbegriff von Zähigkeit. Wenn man die Badlands gefahren ist, bekommt man auf die Schulter geklopft und ist anscheinend „jemand“. Wir – mit unseren zweieinhalb Jahren Bike-Erfahrung – sollten es nun wagen und selbst auf dieses Abenteuer gehen. Bikepacking Badlands – in diesem Artikel findet ihr alle wichtigen Infos und unsere erprobten, persönlichen Tipps und Erfahrungen zu dieser Komoot Women´s Rallye!

Denn wir wissen jetzt genau, was es mit den Badlands auf sich hat! Unseres Erachtens haben wir Wille, Stärke, Ausdauer und Mut bewiesen. Doch allen voran steht die altruistische, uneingeschränkte Bereitschaft für andere da zu sein, sich zu unterstützen und in Extrem- und Notsituationen Seite an Seite zu stehen. Das habe ich auf dieser Tour durch meinen Sturz ganz besonders erleben dürfen, wofür ich unendlich dankbar bin!

Komoot Women´s Badlands Rallye

Die Komoot Women‘s Rallyes sind abenteuerliche Radsportveranstaltungen für Frauen, nicht-binäre und Trans-Frauen, die sich einer großen Herausforderung in einem geschützten Raum stellen wollen. Wie es das Konzept der Komoot Women‘s Rallyes vorsieht, waren wir wieder mit 75 Frauen aus aller Welt unterwegs – diesmal mit den Badlands auf einer technisch als auch mental sehr anspruchsvollen Route. Die Tage haben jeweils um die 100 km bei durchschnittlich 2.000 hm – kein Zuckerschlecken! Wir haben uns das ein oder andere mal ernsthaft gefragt, wie wir das schaffen sollen. Der Zusammenhalt, die Motivation und der Support durch die Gruppe ist aber so groß, dass wir auch bei dieser Tour über uns hinauswachsen und unsere Grenzen ein Stück weiter verschieben konnten.

»Die Ralleys sollen Frauen aller Herkunft miteinander verbinden, vereinen und Barrieren im Abenteuerradsport abbauen. Das Ziel jeder Rallye ist es, Wissen zu teilen, durch Handeln zu lernen und vor allem Spaß zu haben!«

Komoot

TOUR FACTS – Komoot Women´s badlands rallye

Dauer 8 Tage Strecke 734 km Höhenmeter 12.44o hm Route Komoot Badlands Collection Teilnehmende 75 FLINTA* aus aller Welt

Badlands – Andalusien Highlights entlang der Route

Die Badlands Route startet in Granada inmitten der Ausläufer der Sierra Nevada, führt durch den gleichnamigen Nationalpark und endet in Almeria am Mittelmeer. Sie verbindet sechs Naturgebiete der Region und ist damit allein schon landschaftlich ein Highlight. Wir fanden es besonders schön und motivierend, dass die Tour Berge, Wüste und Meer miteinander verbindet und wir durch ganz unterschiedliche Szenerien fahren konnten.

Glücklich über dem Örtchen Gor

1 Granadas Stadtburg und Weltkulturerbe Alhambra
2 Nationalpark Sierra Nevada
3 Aussichtspunkt Mirador del Fin del Mundo
4 Naturpark Sierra de Baza
5 Canyon-Landschaft Desierto de Gorafe
6 Naturpark Cabo de Gata-Níjar
7 Bergkette und Naturgebiet Sierra Alhamilla
8 Westernstadt Fort Bravo bzw. Texas Hollywood
9 Naturschutzgebiet Desierto de Tabernas

Wüstenlandschaft bei Abolonduy, Flamingos im Gabo de Gata Nationalpark

»Die Badlands heißen natürlich nicht ohne Grund so – die Besonderheit ist das Niemandsland und die Abgeschiedenheit durch die man fährt, wie durch eine Mondlandschaft. Wer Lost Places liebt, wird hier auf seine Kosten kommen!«

Special Tipp: Wer nach der Badlands Tour noch etwas Zeit hat und ein paar entspannte Tage in Andalusien verbringen möchte, sollte unbedingt die Ciudades Medias besuchen. Unweit von Granada entfernt liegen die sechs Örtchen, die ein absoluter Geheimtipp der Region sind.

Abolonduy und Umgebung

Bikesturz – erste Hilfe im Nirgendwo

Auf dieser Tour war es dann soweit – mein erster (und hoffentlich einziger) Sturz ist gleich an Tag 1 passiert – auf einer Schotterabfahrt in der Pampa. Schock! Und auf einmal ist man komplett auf Hilfe angewiesen. Ich hatte das Glück, dass Nic und zufällig eine teilnehmende Ärztin zur Stelle waren und sich um mich gekümmert haben. Dafür bin ich sehr dankbar! Nach einem Check im Krankenhaus, zwei Resttagen, einem Bike-Check und Helm-Neukauf, bin ich am vierten Tag wieder in die Tour eingestiegen, um sie zu Ende zu fahren. Ich hatte Glück im Unglück. So eine Notsituation kommt aus dem Nichts und sie kann jede:n treffen. Deswegen möchte ich euch hier die wichtigsten Dinge auflisten, die dann zu tun sind:

1 Sichere den/die Unfallort/-person!
Schau das die verletzte Person keinen weiteren Schaden nehmen kann und bring sie ggf. in Sicherheit. Bei Bedarf bring die verletzte Person in die stabile Seitenlage.
2 Setze einen Notruf ab (ggf. via Satellit)!
Ruf einen Krankenwagen. Wenn du kein Netz hast, nutze den Satellitennotruf. Diesen findest du z.B. auf dem I-Phone.
3 Leiste erste Hilfe!
Leiste erste Hilfe, überprüfe Puls und Atmung, reinige und desinfiziere die Wunden und stelle sicher, dass es die verletzte Person warm hat und sich nicht bewegt. Nutze ggf. die Rettungsdecke auf deinem Erste-Hilfe-Kit. Baue bei Unwetter ein Tarp auf, um die verletzte Person zu schützen.
4 Bereite den Krankenhausaufenthalt vor!
Halte Krankenkarte und Personalausweis bereit. Packe eine „Krankenhaus-Tasche“ mit Wechselsachen, warmer Kleidung, Handy und Geldbörse.

Danke an dieser Stelle an Nic und Julia Kleinherz sowie ihrer Tochter!

Bikepacking Badlands – Outfit, Schlaf-Setup, Taschen und mehr

Mit Jack Wolfskin im richtigen Outfit

Unser liebstes Bike-Outfit für diese Tour stammt aus der neuen Radkollektion von Jack Wolfskin, aus der sich Nic 4 Teile ausgesucht hat. Nicht nur, dass Nic die Sachen dank tollem Design und Passform super standen, war das Outfit auch extrem praktisch und funktional. Das Gravex Printed Full Zip Short Sleeve-Trikot ist äußerst atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Auf den Print wurde sie mehrfach angesprochen! Dank der Kombination aus Gravex Padded Boxer Hose mit Polster für darunter und der Gravex Shorts als lässige Überhose hat man einen Casual Look und muss auf Funktion nicht verzichten. Das Highlight und unser Outfit-Liebling war dieses Mal die Gravex Wind Jacket – eine leichte Windjacke, die vor geringem Niederschlag und Sonneneinstrahlung schützt und sich dabei wie eine zweite Haut anfühlt. Klein zusammen packbar und leicht zu verstauen: ein Allrounder, den man immer dabei haben sollte.

Bewährte Bikepacking-Taschen von Deuter

Bikepacking ohne gute Taschen ist wie Radfahren ohne Räder. An dieser Stelle haben wir uns keine Experimente erlaubt und wieder zu den von uns schon auf der Arizona Women´s Rallye erprobten Bike-Taschen von Deuter gegriffen: die CABEZON HB 14 Lenkertasche (14 Liter), die CABEZON SB 16 Satteltasche /16 Liter) und die CABEZON FB 4 Rahmentasche (4 Liter). Auch dieses Mal haben sie uns nicht im Stich gelassen! Die Radholster einmal zu Beginn justiert, konnten wir jeden Tag bequem und schnell nach Ankunft die Packsäcke von Lenkertasche und Satteltasche entnehmen. Besonders praktisch finden wir auch die elastischen Riemen auf den Radholstern, die es ermöglichen, zusätzliche oder oft genutzte Dinge wie Fahrradhandschuhe, Armwärmer, Latschen oder Snacks zu befestigen. Das Material der Taschen ist dünn, aber extrem stabil und reißfest, dazu auch wasser- und abriebfest! Wir lieben die Taschen und können sie nur weiterempfehlen! Wieder dabei, heiß geliebt und unser Special Tipp ist der ASCENDER 13 Trailrunning-Rucksack (13 Liter), der für uns dank der integrierten 3-Liter-Trinkblase und den vielen Snack-Taschen an den Tragegurten der optimale Bikepacking-Rucksack ist!

Unser Schlaf-Setup: Träumen mit Therm-a-Rest

Unser Schlaf-Setup ist unsere Heiligkeit auf Bikepacking Touren. Ohne guten Schlaf kommen wir nicht in die Puschen und schaffen keine Höhenmeter! Da die Badlands Route noch einen mit bis zu 2.200 hm pro Tag drauf setzt, haben wir uns für das besonders kompakte, ultraleichte Schlaf-Setup von Thermarest entschieden. Das aufblasbare ProLight Apex Sleeping Pad bringt das Minimum an Liegefläche und ist trotzdem bequem.
Tipp: Blase es nicht zu prall auf – dann liegt es sich gemütlicher. (Das gilt übrigens auch für das aufblasbare Kissen, das wir immer dabei haben!)

Unser Schlafsetup ist unsere Heiligkeit auf Bikepacking Touren!

Der Hyperion 20 F/-6C Schlafsack ist extrem kuschlig und hält schön warm. Sein federleichtes Gewicht und das minimale Packmaß haben uns für diese Tour ebenso überzeugt. Die Reißverschlüsse lassen sich jeweils in beide Richtungen öffnen bzw. schließen, was die Belüftung einfach macht und wir eingemummelt sein konnten, aber nicht schwitzen mussten.

Ein schützendes Dach über dem Kopf hatten wir mit dem Hubba Hubba Bikepack 2-Personen-Zelt von MSR, das sehr einfach, schnell und intuitiv aufbaubar war. Mit einem geringen Gewicht von nur 1,4 kg, kurzen Stangen, die sich auf 30 cm zusammenfalten lassen und der inneren (und optional äußeren) Wäscheleine für nasse Kleidungsstücke, ist es sehr gut für Bikepacking-Touren geeignet. Wir hatten in dem 2-Personen-Zelt viel Platz und konnten auch Equipment und unsere Bikepacking-Taschen verstauen.

Recovery Tipp – Primavera für unterwegs

Da ich bei jedem bisherigen Mehrtagestrip ab spätestens Mitte der Tour Probleme mit meinen Knien oder den Achillesfersen hatte, habe ich mir vorsorglich das Cooling Sport Spray von Primavera besorgt, das ich zur Regeneration an den Abenden, als auch direkt, wenn es akut wurde, zwischendurch aufgetragen habe. Es wirkt kühlend und beruhigend bei Schwellungen und ist dabei aber 100 % aus natürlichen Inhaltsstoffen und ätherischen Ölen. Für mich ein absoluter Gamechanger, den ich nicht mehr missen möchte. In unserem Bike-Beautycase haben wir natürlich auch immer eine Deocreme dabei – diesmal die Glücksgefühle Deo Creme ebenfalls von Primavera. Der angenehme zitronige Duft hat uns das perfekte Frischgefühl unterwegs beschert. Sie bietet 24-Stunden-Schutz ohne Aluminiumsalze, Alkohol und Konservierungsstoffe und wirkt antibakteriell sowie geruchsabsorbierend.

Recovery Pausen zu machen ist wichtig

Tipp: Um bei Beauty-Produkten an Gewicht zu sparen, füllen wir die guten Produkte in kleine, leichte Dosen oder Tuben um.

Mein Fazit: Komoot Women´s Badlands Rallye – Was kann ich erwarten?

Von der Komoot Women´s Badlands Rallye kann man in jedem Fall ein großes Abenteuer erwarten – viele Anstiege, viel Gravel, mal fein, mal grob, weite wilde Wüstenlandschaften, kleine abgelegenen Ortschaften mit arabisch-maurischem Einschlag und durchgehend Versorgungsmöglichkeiten. Einmal am Tag hat man mindestens die Möglichkeit, Wasser und Vorräte aufzufüllen. Auch kann man die Tour komplett mit Unterkünften und ohne Zelt planen. Die Badlands Rallye ist aber keine Anfänger:innentour. Man sollte schon Erfahrungen im Gavelbiken gesammelt haben – auch auf anspruchsvollem Terrain und in die Höhe. Schwindelfrei zu sein ist von Vorteil, ebenso wie 8-9 h/pro Tag auf dem Sattel zu verbringen. Wir sind die Tour als Rallye an acht Tagen gefahren, jedoch kann man, wenn man sich mehr Zeit lassen möchte auch 1,5 bis 2 Wochen dafür einplanen.

Mir persönlich hat die Tour gezeigt, dass ich stärker bin, als ich dachte, dass es immer irgendwie weiter geht. Sie hat mir Vertrauen in die Menschen gegeben und in mich selbst und meinen Körper. Ich konnte spüren, wie wichtig wir füreinander sind und wie wertvoll das Leben ist.

Ihr wollt mehr wilde Bikepacking-Abenteuer? Dann lest unseren Artikel Bikepacking Arizona – mit der Komoot Womens Rallye und Deuter 8 Tage durch die Wüste auf unserem Online-Magazin oder lasst euch von uns auf eine kulinarische Gravelbike-Tour durch Südtirol in unserer The Female Explorer No. 8 nehmen.

Was sind eure Essentials bei der Wahl von Outfit, Taschen und Schlaf-Setup auf Bikepacking-Trips? Schreibt es uns in die Kommentare!

Über die Autor:in

Leonore Herzog

Leo ist freiberufliche Fotografin und Content Creatorin. Logisch, dass sie da auch die Bildredaktion für den The Female Explorer inne hat. Auch auf Reisen legt sie die Kamera nicht aus der Hand, wenn sie mit Mann, Kind und Hund die Welt entdeckt – am liebsten im Camper.

Wilder
Warenkorb
Shopping cart0
Es sind keine Produkte in deinem Warenkorb!
0
nach oben